'Gute Arbeit' in der Politik

Die Politik entscheidet über wichtige Rahmenbedingungen für Gute Arbeit, wie z.B. die Ladenöffnungszeiten oder den Mindestlohn. Letzterer wirkt dort, wo Tarifverträge nicht vorhanden sind oder nicht greifen. Auch gesetzliche Regelungen zu Werkverträgen, zur Leiharbeit, zu Minijobs etc. haben maßgeblichen Einfluss auf das Lohnniveau und die Arbeitsbedingungen von vielen Beschäftigten im Handel.

Die bestehenden Gesetze haben in den letzten Jahrzehnten zur erheblichen Ausdehnung prekärer Arbeitsverhältnisse geführt. Unsere Initiative für Gute Arbeit muss sich also auch in der Politik engagieren, um die Arbeitsverhältnisse zu verbessern.

DAK - Mehrheit wünscht sich eine Anti-Stress-Verordnung

2. Oktober 2014 | Im Auftrag der DAK wurde eine repräsentative Forsa-Umfrage zur Verabschiedung einer Anti-Stress-Verordnung durchgeführt. Mit 52 Prozent Zustimmung sprach sich eine Mehrheit für eine solche Verordnung aus. Die DAK führt dazu weiter aus:

Merkel gegen Anti-Stress-Verordnung

26. September 2014 | Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einer öffentlichen Video-Botschaft hinter die Position der Arbeitgeber gestellt und ihnen versichert, dass keine neuen Reglementierungen ins Haus stünden. Sie stehe zudem einer Anti-Stress-Verordnung sehr kritisch gegenüber.

Überstunden und Stress: Burn-out wird zur Volkskrankheit

8. September 2014 | EU-Sozialkommissar László Andor kritisiert die hohe Zahl an Überstunden, die deutsche Arbeitnehmer leisten müssten. Auch DGB-Vorstand Annelie Buntenbach warnt: "Überstunden, ausgefallene Pausen, Schichtarbeit, Rufbereitschaft und schlicht zu viele Aufgaben – das gehört mittlerweile für Millionen von Beschäftigten zum Alltag." Burn-out sei auf dem Weg zur Volkskrankheit, so Buntenbach gegenüber der Zeitung DIE WELT.

Erreichbar in der Freizeit: Anti-Stress-Verordnung schützt Beschäftigte

25. August 2014 | Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind fast ununterbrochen erreichbar und bekommen auch in der Freizeit dienstliche Mails, SMS und Anrufe. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert deshalb ein modernes Arbeitszeitrecht und eine Anti-Stress-Verordnung, die den Arbeitsschutz bei psychischen Belastungen verbessert.

Annelie Buntenbach: Beschäftigte mit Anti-Stress-Verordnung vor psychischen Belastungen schützen

06.08.2014 | Der DGB-Index Gute Arbeit zeigt: Fast zwei Drittel aller Beschäftigten müssen immer mehr in der gleichen Zeit leisten. Mehr als die Hälfte arbeitet gehetzt, knapp jeder Vierte muss sogar permanent für den Chef erreichbar sein. „Überstunden und Schichtarbeit sollten gesetzlich auf das wirklich Notwendige beschränkt werden“, fordert dagegen DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Eine Anti-Stress-Verordnung könne den Arbeitssschutz bei psychischen Belastungen stärken.

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